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Edition 21


  
 
 

 

Berichte von Eltern für Eltern

 

Jutta Münz und ihre Töchter mit Down Syndrom

"Wir nehmen die Kinder so an, wie Gott sie uns geschenkt hat. "

Jutta Münzwurde wurde mit 42 Jahren noch einmal schwanger. Die Hiobsbotschaft: Das Kind würde mit Down-Syndrom zur Welt kommen. Jutta Münz entschied sich für das Kind und adoptierte später ein weiteres Kind mit Trisomie 21.

Ein Haus voller Kinder hatte sich Jutta Münz schon immer gewünscht. Als sie mit 42 Jahren erneut schwanger wurde freute sie sich, obwohl ihre drei Töchter eigentlich schon aus dem Gröbsten heraus waren. Bei einem Arztbesuch erfuhr sie die Hiobsbotschaft: Das Kind würde mit Down-Syndrom zur Welt kommen, also behindert sein. Mit steigendem Alter der Mutter steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass Kinder mit diesem Gendefekt geboren werden. Die Ärzte rieten Jutta Münz zum Abbruch der Schwangerschaft. Doch die überzeugte Katholikin entschied sich anders. Dass die Bewältigung des Familienalltags nicht ganz einfach werden würde, war ihr klar. Aber sie war sich sicher, mit einer guten Portion Gottvertrauen lässt sich vieles meistern. 

Da ist Kraft für noch mehr ...

Doch immer wieder stießen Jutta Münz und ihr Mann mit ihrer Entscheidung auch auf Unverständnis. Noch größer wurde es, als sich die Familie nach der Geburt der kleinen Anna für die Adoption eines weiteren Babys mit Down-Syndrom entschied. Warum tut ihr euch das an? Seid ihr nicht schon gestraft genug? Mit Anna und Marlene begann für die Familie tatsächlich ein neuer Lebensabschnitt. Der Familienalltag wurde zwar anders, aber nicht unglücklicher, im Gegenteil. Anna ist heute zwölf und Marlene acht. Zwei selbständige, fröhliche Mädchen, die mit dem Leben ganz gut klarkommen. So bewusst, wie Jutta Münz sich für diese Kinder entschied, so beherzt gestaltet sie den Alltag der Familie.

"Glück heißt auch die Kunst, einfach in dem Moment, wo man nicht glücklich ist, im Glauben eben solche Stärken zu finden, dass man das Leben trotzdem lebenswert findet. Das ist Glück - ja - zu glauben."

Jutta Münz

(Quelle:http://www.mdr.de/glaubwuerdig/jutta-muenz102.html; Stand März 2012)

 

 

 

 

 

 

 


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